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Tribal-Style-Dance und Tribal-Fusion

Die Wildheit der Frau: Erdig, stürmisch voller Lebensfreude und Power im Kontrast zu extrem langsamen, binnenkörperlichen, stark isolierten Tanz der in seiner Magie nicht zu überbieten ist....
Experimentell, kreativ, überraschend

TRIBAALA

Tribaala von links: Sabine, Anya Naima, Henriette

ANYA gründete in Bremen eine Tribal-Gruppe - (ursprünglich gegründet unter dem Namen "Tribalpower", wurde dann in "Chorus Circularis" umbenannt und formiert sich dann Ende 2004 zu TRIBAALA). (Extra-Website: www.tribalpower.de). Bekannt geworden durch erfolgreiche Auftritte auf Tanzshows und Mittellaltermärkten stand und steht Tribaala für eine Mischung aus experimentellen Tribal-Fusion und erdigen Tribal-Style-Dance. Alle Tänze sind inhaltlich durchdacht und haben für die Gruppe eine eigene Geschichte.

Es zeigte sich: Beim Tribal "landen" Power(erd-) frauen, die miteinander tanzen und Spaß haben wollen, aber auch die Disziplin haben intensiv zu üben und zu verinnerlichen.

Tribal-Dance als Gruppenerlebnis - die Verständigung über die nächsten Schritte, Tanzabfolgen erfolgen nonverbal über Handbewegungen, Blicke und Zimbelcodes. Jede Tänzerin muß deshalb in absoluter Wahrnehmung und Konzentration gegenüber der Gruppe sein.

Dies ist eine hohe energetische Aufgabe die schnell zu einer ganz besonderen Verbundenheit in der Gruppe führt. Jede Frau ist mal die Leiterin, jede Frau beweist also Mut, Kreativität und persönliches Tanzgeschick – und führt damit die Gruppe ganz individuell an. Dies steigert das Selbstwertgefühl und das Vertrauen zur eigenen Belastbarkeit.

Mehr zu Tribaala unter www.tribaala.de

Gründung eines zweiten Tribes!!!!!

In 2007 wurden in zwei 4 Wochenend-Intensiv-Workshops viele Tänzerinnen von ANYA NAIMA im Bereich Tribal-Dance und Tribal-Fusion fortgebildet. Sechs von diesen Tänzerinnen haben sich nun zum Tribe "The Zoras" zusammenfunden, der von ANYA NAIMA weiter gecoached wird. Der erste Auftritt im Rahmen des 1. Norddeutschen Tribaltreffen (Gala-Show) war ein echter Erfolg. Weitere folgten. Nun hat sich der Tribe auf ATS spezialisiert und wird bei der nächsten Orient-in-Emotion-Gala dabei sein.

The Zoras von links: Christiane, Sabine, Corinna, Katharina, Maike

Was ist Tribal-Dance und Tribal-Fusion?
Bereits seit 6 Jahren bin ich in die Tribal-Szene eingetaucht – neben dem klassischen orientalischen Tanz und natürlich dem Yoga ist dies für mich eine echte Herzensangelegenheit geworden. Hatte ich in den ersten zwei Jahren familiär bedingt wenig Gelegenheit direkt bei den "Entwicklern" des Tribal-Dance zu lernen – so änderte sich dies in den letzten vier Jahren und ich nutzte bei jedem "amerikanisch besetzten" Workshop die Möglichkeit ausführliche Interviews mit den Protagonisten dieses Tanzes zu führen. Hier nun das Ergebnis – knackfrisch und hoffentlich einige Unklarheiten beseitigend:

Suhaila Salimpour begegnete ich letzten Herbst in Hannover. Es war ihr erster Aufenthalt in Deutschland. In den USA ein Superstar, war das Interesse an ihrem Unterricht hier eher mäßig. Das wird sich nach diesem Workshop sicherlich ändern. Suhaila vermittelte uns ihre selbst entwickelte Technik – die in u.a. aus der s.g. Layering-Technik (unterschiedliche Bewegungen des orientalischen Tanzes die übereinandergelegt werden) daraus folgender Drills (unterschiedliche Wiederholungen in Variationen). Suhailas Unterricht ist sehr anstrengend, aber der Erfolg ist eine sehr präzise Technik mit einem unglaublichen Spektrum an Bewegungsmöglichkeiten. Suhaila ist die Tochter von Jamila Salimpour – die oft als die "Tribal-Begründerin" betitelt wurde. Lt. Suhaila war es folgendermaßen:

Jamila  kreierte für Ihr Auftrittsensemble  für unterschiedliche Tanzrichtungen (Ägyptisch, Arabisch, Spanisch, Marokkanisch etc.) spezifische Tanzschritte und Bewegungen, mit denen die Tänzerinnen Ihres Ensembles Bal Anat dann bei Auftritten die jeweiligen "Stämme" bzw. "Stammestänze" darstellten.

Marsha Archer hat ein Jahr lang bei und mit Jamila Salimpour getanzt und wurde dann die Lehrerin von Carolena Nericcio. Bei Marsha lernte Carolena dann das Tribal-Ur Repertoire von Jamila.

Carolena  hatte die geniale Idee diese nicht als Choreografien zu tanzen sondern als Improvisation in Verbindung mit Cues (Codes) um auch mit großen Tanzgruppen spannende Tanzbilder zu schaffen. Was dann kam ist uns allen durch die ersten Auftritte ihres Tribes Fat Chance Belly Dance bekannt...... Der Stil von Fat Chance wurde in den ganzen USA mit viel Interesse beachtet und viele Tribal-Gruppen gründeten sich – hier z.B. der Tribe "Read my Hips" in Chicago, der aufgrund der Entfernung, seine Tanzschritte von Carolena per Video korrigieren lies. Eine der Tänzerinnen von Read my Hips war damals Heather Stants.

Eine der Schülerinnen von Carolena war die auf den Videos sehr auffallende Jill Parker (die mit dem Weinranken-Tattoo). Jill Parker kam ursprünglich vom Modern Dance und sah für sich nach einigen Jahren FCBD-Zugehörigkeit mehr Entwicklungsmöglichkeiten wenn sie ihre eigenen Wege ging. Aufsehenerregende Performances zu moderner Musik (Techno-Tribal-Performance im U-Bahnhof) machten sie bekannt. Sie gründete ihre eigene Tanzschule und viele junge Tänzerinnen die aus der Tanztechnik-Schmiede von Suhaila Salimpour kamen (aha – da schließt sich der Kreis!) gingen zu Jill und ein Mix aus Jills Modern Dance und der Layering-Technik Suhaila Salimpours wurde kreiert – Tribal-Fusion fand seinen Weg. Eine der Schülerinnen von Jill Parker war wiederum Rachel Brice – die – wie wir alle wissen von Miles Copeland entdeckt wurde und eine international bekannte Karriere machte.

Heather Stants hatte sich mittlerweile von ihrem Tribe getrennt und sich in Hip-Hop, Modern Dance usw. ausprobiert und diese Fusionen mit Mardi Love als Tanzpartnerin in San Diego weiterentwickelt. Heather erzählte uns bei ihrem Workshop im Januar in Dillenburg davon – und auch das Mardi Love – nunmehr als Tanzpartnerin und auch Choreografin von Rachel Brice (hinreichend bekannt durch ihre gemeinsamen Performances bei BDSS usw.) fungiert.

Heather Stants gründete mittlerweile das Tanzensemble Urban Tribal – das neben dem stark akzentuierten und snakigen Stil von Rachel und Jill durch ineinanderfließende Bewegungsfolgend und wunderschönsten Tanzbildern in Richtung Tanztheater geht.

Heather fragten wir dann auch nach der zu erwartenden Entwicklungen in den Staaten: Neben dem immer noch beliebten und oftmals verfeinerten ATS-Stil (American Tribal Style) ist im Fusion Bereich eine Rückkehr zum s.g. Cabaret-Stil (klassisch Orientalisch) – wie wir es in den letzten Performances bei Rachel und Mardi sehen konnten – zu erwarten, aber auch in Richtung der Fusionen mit "modernen" Tanzrichtungen wie eben Modern- bzw. Jazzdance aber auch Hip-Hop (Sharon Kihara ) und Break-Dance. Eine spannende Entwicklung die noch lange kein Ende gefunden hat. Wir dürfen gespannt sein.

Und ein Wort zuletzt: Was mir bei den vielen Stunden Unterricht die ich mittlerweile bei Jill, Suhaila, Paulette, Heather usw. haben durfte angenehm auffiel – ist die unglaublich präzise Art Tanztechnik zu vermitteln – verbunden mit effektivsten Konditions- und Muskeltraining. Auch für Frauen die sich bisher dem Fusion nicht gewidmet haben – sind diese Workshops auch für den Orientalischen Tanz sehr bereichernd.